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Der Nationalpark Soomaa ist wild, fast menschenleer und vor allem feucht. Ein Wildnis-Gebiet, fast einzigartig in Europa. Riesige von Wäldern umrandete Moore, artenreiche sumpfige Grasländer und blütenreiche Laubwiesen. Bekannt ist der Nationalpark für das nach der Schneeschmelze entstehende Hochwasser, die sogenannte fünfte Jahreszeit.
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Der Nationalpark Soomaa ist berühmt für seine fünfte Jahreszeit. So nennen die Einheimischen das Hochwasser nach der Schneeschmelze im Frühjahr. Dann bewegen sich die Bewohner Soomaas fast ausschließlich mit Kanus und traditionell gefertigten Einbäumen aus Espenholz von Tür zu Tür. Der Einbaum-Bootsbau ist estnisches Kulturgut, die Bautechnik gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Aivar Ruukel ist einer der bekanntesten Einbaum-Baumeister des Landes. Und einer von nur 50 Esten, die hier im Nationalpark leben. Soomaa ist äußerst feucht und menschenleer, was wiederum Kraniche und andere Vogelarten fast magisch anzieht. Der Nationalpark ist seit mehr als 30 Jahren ein Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung.Soomaa bedeutet auf Estnisch „Sumpf“ oder auch „Moorland“. Moorlandschaften spielen in der estnischen Mythologie eine wichtige Rolle und werden als geheimnisvolle Orte betrachtet. Das Moor von Öördi gehört zu den großen Mooren in Soomaa. Die Hochmoore sind die ältesten; ihre Geschichte reicht bisweilen über 10.000 Jahre zurück.Die jüngsten Einwohner Soomaas sind die Zwillinge Tuul und Torm und ihr Bruder Küü - die drei Söhne der Kanulehrer Rene Valner und Mariell Jüssi. Gemeinsam stellt sich die Familie den Naturgewalten. Dazu gehört der Kampf gegen Marder im Hinterhof oder die Organisation der Einkäufe nach Hochwasser. Das Wohnhaus der Familie steht auf einer der wenigen kleinen Inseln in Estland, die nur über eine Hängebrücke zu erreichen sind.
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