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15 Kilometer Küste, aber rund 7.000 Kilometer Trockenmauern: In den Cinque Terre haben Menschen der Natur fruchtbares Land nur mit Mühe abgetrotzt. Landwirtschaft ist aufwendig, und der zunehmende Tourismus hat dazu geführt, dass viele Einheimische lieber Zimmer vermieten, als Ackerbau oder Fischerei zu betreiben. Doch es gibt eine Reihe junger Leute, die dagegenhalten.
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Nur wenige Kilometer Küste, aber tausende Kilometer Trockenmauern: Die Cinque Terre gehören zu den am härtesten erarbeiteten Kulturlandschaften Italiens. Hoch über Monterosso lebt Pater Renato Brenz Verca im Kapuzinerkloster. In seinem „Paradiesgarten der Mönche“ wachsen Wildkräuter und Zitronen, aus denen er einfache, traditionelle Gerichte der klösterlichen Küche zubereitet.
In Vernazza arbeitet Margherita Ermirio an den steilen Hängen der Cinque Terre. Stein für Stein repariert sie Trockenmauern, die die Landschaft überhaupt erst tragen. Aus den Zitronen, die an den Hängen wachsen, kocht sie Marmelade und backt einen Kuchen.
Der Massentourismus hat Leben und Landschaft der Cinque Terre tiefgreifend verändert: Zimmer zu vermieten, ist oft lukrativer, als kleine, schwer zugängliche Ackerfelder zu bewirtschaften oder von einer kleinteiligen, nachhaltigen Fischerei zu leben. Zwei, die nach einem Gleichgewicht zwischen neuer Realität und Tradition suchen, sind Lorenzo und Guido Galletti.
Lorenzo macht aufgegebene Ackerflächen wieder urbar. Seine Felder sind klein, verstreut und oft nur zu Fuß erreichbar; für Traktoren oder große Maschinen ist hier kein Platz. Die Ernte verarbeitet er zu gefüllten Ravioli. Guido ist einer der letzten aktiven Fischer der Cinque Terre. In Corniglia - dem einzigen Ort ohne Hafen - gehört zur Fischerei auch ein erheblicher körperlicher Kraftaufwand. Neben dem Fischen bewirtschaftet er alte Ackerfelder. Sein Sohn Pietro Galletti kocht daraus einfache Gerichte - in einem kleinen Lokal mit atemberaubendem Blick auf das Meer.
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