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Weltweit bedienen sich Tiere bei der Apotheke der Natur: Ameisen mischen antibakterielle Mittel, Kapuzineraffen nutzen Pflanzen als Insektenschutz, Flusspferde erzeugen natürlichen Sonnenschutz und Schimpansen behandeln sich und andere mit vielfältigen Heilmitteln. Doch woher wissen die Tiere, was ihnen hilft? Forschende suchen nach der Antwort.
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Überall auf der Welt gibt es Tiere, die in der Lage sind, sich selbst medizinisch zu behandeln. Wissenschaftler nennen dieses Phänomen Zoopharmakognosie. Von der extrem starken Magensäure der Geier, die sogar Milzbrandbakterien zerstört, bis zu Ameisen, die ihre Ameisensäure mit Baumharz zu einem wirksamen antibakteriellen Mittel mischen, zeigt sich: Manche Tiere wissen genau, wie Heilung funktioniert.
Um herauszufinden, welche Rolle dabei der Instinkt spielt, wagt der Film ein Experiment mit Kapuzineraffen, die trotz fehlender Wildnis-Erfahrung stark riechende Pflanzen in ihr Fell reiben, um Insekten abzuwehren. Krähen dagegen provozieren Ameisen, damit diese sie mit Ameisensäure besprühen - eine Art „Säuredusche“ zur Gefiederpflege.
Auch beim Schutz vor der Sonne zeigt die Tierwelt Einfallsreichtum: Flusspferde sondern eine rötliche Flüssigkeit ab, die UV-Strahlen streut und antiseptisch wirkt. Elefanten dagegen bedecken ihre Haut mit einer dicken Schlammschicht - nicht elegant, aber effektiv. Im Primatenreich wird es besonders spannend. Auf Sansibar fressen Stummelaffen Holzkohle, um sich selbst nach dem Verzehr von unverträglichen Früchten zu entgiften. Unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, sind wahre Meister der Selbstmedikation. Sie nutzen eine Vielzahl natürlicher Heilmittel gegen Beschwerden und behandeln nicht nur sich selbst, sondern auch einander. Jede Gemeinschaft verwendet dabei eigene Mittel - Hinweise auf unterschiedliche medizinische Kulturen. Schon lange vor der Erfindung des Aspirin war dieses Wissen in der Tierwelt vorhanden.
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