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Mehr Rinder als Menschen, mehr Rauch als Regen - im Herzen der brasilianischen Agrarmacht fliegt Sylvestre Campe über eine Welt aus gigantischen Sojafeldern und brennender Natur.
Von den weißen Stränden von Alter do Chão bis ins wirtschaftliche Kraftzentrum Nova Mutum folgt er dem gewaltigen Rio Tapajós und der BR-163 - besser bekannt als „Soja-Highway“. Wo einst Dschungel war, stehen heute Monokulturen im industriellen Maßstab.
Privatjets für Großfarmer, Rauchschwaden in der Luft, Brandrodung als Alltag - die Region ist Schauplatz einer ökologischen Krise. Campe fliegt mit heiserer Stimme durch den Smog, lässt sich vom Imker Alexandre Godinho mit Amazonas-Honig stärken und versinkt fast im Morast bei Fordlândia, Henry Fords gescheiterter Gummistadt.
In Novo Progresso, dem berüchtigten Ausgangspunkt des „Dia do Fogo“ im Jahr 2019, wird Campe gefeiert - denn durch seine TV-Serien machte er Paramotor-Fliegen in Brasilien salonfähig. Doch Fernsehkameras sind dort nicht überall willkommen. Campes Reise endet mit einem Besuch bei Adriana und Florian Diez, einem Landwirt mit Schweizer Wurzeln, der für eine nachhaltige Landwirtschaft ohne weitere Abholzung plädiert. Ein Flug durch Brasiliens umkämpftes Agrarherz.
Hinweis
Personen
| von: | Sylvestre Campe, Albert Knechtel |