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Sylvestre Campe hebt ab über dem Pantanal, dem größten Feuchtgebiet der Erde - ein Flug voller Nervenkitzel zwischen Kaimanen, Jaguaren und brennenden Wäldern.
Sein Ziel: das „Jaguar Camp“ seines Freundes Aílton, wo sie auf den berühmten Ousado treffen - jenen Jaguar, dem bei den Waldbränden 2020 die Pfoten verbrannten.
An der Grenze zu Bolivien folgt Campe der Serra do Amolar, einem Gebirge, das den Wasserhaushalt des Ökosystems Pantanal mitreguliert - bis zum letzten Guató-Indigenen, der noch die Sprache seines Volks spricht. Klimawandel und Feuer bedrohen dort nicht nur Tiere, sondern ganze Kulturen. Im Labyrinth des Rio Paraguai trifft Campe Tetelo, einen Flussfischer, der mit dem Wasser lebt - wie Generationen vor ihm. Fischreich und glasklar ist das Wasser am Paraguaimirim.
Campe taucht ein in die Welt der Comitivas: Viehhirten, die dort monatelang mit ihren Rindern durchs Gelände ziehen. Die Künstlerin Buga bringt es auf den Punkt: „Das Rind ist das Totemtier des Pantanal.“ Bei den Gauchos fühlt sich der „Cowboy der Lüfte“ sofort zu Hause.
Doch zwischen Tradition und Transformation entsteht Neues, geopolitisch vielleicht sogar Historisches: In Porto Murtinho, an der Grenze zu Paraguay, wird die Brücke gebaut, die das Projekt Bioceânica vollendet - eine Handelsroute vom Atlantik bis zum Pazifik. Der „neue Panamakanal“, wie die Einheimischen sagen, soll Brasilien direkt mit China verbinden und den Handelsweg um zwei Wochen verkürzen.
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Personen
| von: | Sylvestre Campe, Albert Knechtel |