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Stadt der Liebe, Modemetropole, Sehnsuchtsort für Millionen Menschen - das ist Paris, oft beschrieben als die schönste Stadt der Welt.
ZDF-Korrespondentin Anne Arend lädt zu einer nächtlichen Reise ein. Von der Dämmerung bis zum Morgengrauen begegnet sie Menschen, die arbeiten, kämpfen, helfen, hoffen - und solchen, die die Stadt gestalten. So entsteht das Bild einer Metropole, die nicht stillsteht.
Kaum ein Ort steht so sehr für das nächtliche Paris wie das Moulin Rouge. Doch was kaum jemand weiß: Das prunkvolle Revuetheater hat auch einen Keller, wo Jérôme Marin alias Monsieur K und seine „Créatures“ zu den Ursprüngen des Cabarets zurückkehren. Radikal, verspielt und immer sehr nah am Publikum. Die Kamera begleitet die Künstler-Gruppe von der Maske bis zur letzten Zigarette auf dem Dach der roten Mühle.
Zur gleichen Zeit, etwa morgens um zwei Uhr, öffnen die Hallen auf dem Großmarkt. Das ZDF-Team kommt kaum hinterher, wenn es mit Restaurantkoch Rodolphe durch das kilometerlange Labyrinth an Lebensmitteln eilt: Fisch, Fleisch, Käse, Gemüse. Den Plan, den Rodolphe sich vorher gemacht hat, verwirft er schnell. Er lässt sich an den Ständen für seine saisonale Küche inspirieren. Und vergisst dabei nie, seiner Frau einen Blumenstrauß mitzubringen. Zwischen kalten Lagerhallen, rauem Stimmengewirr und schnellen Entscheidungen zeigt sich ein Paris, das die meisten nie sehen: ein Ort, an dem die Versorgung einer Millionenmetropole beginnt.
Vom Restaurantbesuch träumen sie noch nicht einmal: die Menschen, die in den Zelten unter den Brücken der Metro hausen. Auch sie prägen das nächtliche Bild der Stadt. Laura, Anouk und Arthur ziehen abends los, um sie zu unterstützen. Die drei gehören zu einer wachsenden Gruppe junger Leute, die sich lieber engagieren, als Party zu machen.
Die Gegensätze der Stadt werden deutlich, wenn das ZDF-Team im Atelier eines aufstrebenden Designers dreht, der erstmals seine Kollektion vorstellt und dann in der Banlieue, bei einem Mitarbeiter der Bahn, der im morgendlichen Pendlerverkehr die menschlichen Ströme kanalisiert. Sie begleiten eine DJ, die sich für mehr Sicherheit in den Klubs einsetzt. Und die Nachtschicht der Flussbrigade auf der Seine, die schon den ein oder anderen Übermütigen aus dem Fluss fischen mussten.
Die Reise durch die Nacht zeichnet ein Paris, das hinter der bekannten Kulisse sehr unterschiedliche Lebensrealitäten verbirgt. Eine Stadt, die nie schläft und vor allem nie aufhört zu überraschen.
Hinweis
Personen
| Kamera: | Mathias Burkardt, Michael Habermehl, Christoph Timm |
| von: | Anne Arend |