Bezauberndes Venetien - Von Landvillen und Sommerresidenzen

bis 22:00
Landschaftsbild
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • HDTV
  • 20260415214500
VPS 21:45

Themen

    Details

    Die Villa Tiepolo Passi als typische Landvilla und die Villa dei Vescovi als ehemaliger Sommersitz der Bischöfe von Padua sind Schauplätze dieser Kurzdokumentation. Beide Anwesen sind eindrucksvolle Beispiele venezianischer Baukunst. Die landschaftlichen Besonderheiten werden gekonnt in die Architektur mit einbezogen. „Die Villa Tiepolo Passi vor den Stadttoren von Treviso wurde gemäß alten Aufzeichnungen vor 500 Jahren von Alvise Cornaro und seinem Bruder Giacomo erbaut.“, erklärt der Historiker Conte Alberto Passi. „Die Familie Tiepolo ist eine angesehene, mächtige Familie in der venezianischen Geschichte. Sie zählt zu den zwölf Familien, die im Jahr 697 den ersten Dogen von Venedig gewählt haben. Und diese waren es auch, die damit begonnen hatten, im Hinterland die Landwirtschaft und die dazugehörende Infrastruktur aufzubauen.“, so Conte Alberto Passi weiter. „Die Gärten der venezianischen Villen bilden - ganz im Sinne des bedeutendsten Renaissance-Architekten Oberitaliens, Andrea Palladio - eine wohlgeordnete, kunstvolle Landschaft. “Der zentrale Baukörper der Villa dei Vescovi in Torreglia, im Ortsteil Luvigliano, in den Euganeischen Hügeln wurde im 16. Jahrhundert von Giovanni Maria Falconetto entworfen und ist bis heute fast unverändert geblieben. „Die Aufteilung der Villa dei Vescovi unterscheidet sich von den späteren palladianischen Villen, denn die landwirtschaftlichen Gebäude stehen in Distanz zum Herrenhaus.“, erläutert die Tourismus-Managerin Valentina Artusi. Die Architektin Jana Revedin ergänzt, es brauche viel mehr Qualität, gut an einem Hügel zu bauen als in einer Ebene. „Der Hügel bedeutet Perspektive.“, erklärt sie. Dafür ist die Villa dei Vescovi ein Paradebeispiel. Die Bischöfe verbrachten dort die Sommer und luden Gäste zum Gedankenaustausch ein. Über Jahrhunderte hinweg war die Villa ein geistig-kulturelles Zentrum. Inzwischen gehört sie dem gemeinnützigen „Fondo Ambiente Italiano“, ist umfangreich renoviert worden und kann öffentlich besucht werden.

    Hinweis

    Personen

    von:Karim Kosta, Björn Kölz


    TVinfo
    X