Übersicht
Das abgelegene Hüttenberg im Kärntner Hinterland wird Schauplatz eines grausamen Verbrechens. Bei einer Rettungsübung finden die Männer ein totes Mädchen im stillgelegten Bergwerk. Hannes Muck ist Postenkommandant der ehemaligen Bergbaugemeinde. Seine Unbeholfenheit ruft den Chefinspektor aus Klagenfurt auf den Plan. Der schüchterne Muck fühlt sich dadurch unter Druck gesetzt, zumal er unter seinen Bekannten ermitteln muss, was in der Gemeinde überhaupt nicht gut ankommt. Ohne um seinen Ruf zu fürchten, geht er dem Verbrechen nach und folgt dabei jedem Hinweis. Nach kurzer Zeit muss er sich fragen, ob er seine Heimat wirklich so gut kennt, wie er immer dachte.
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Hannes Muck ist Postenkommandant der ehemaligen Bergbaugemeinde Hüttenberg im Kärntner Hinterland. Mord und Totschlag kennt er vorerst nur aus dem Fernsehen. Bislang hat er vorrangig Probleme mit seinem spirituell interessierten Vater, der sich auf seine alten Tage den Wohltaten des Buddhismus zuwendet. Auch die Frauen reagieren auf die Avancen des schüchternen Polizisten eher unwillig. Eines Tages ändert sich jedoch alles: Bei einer Rettungsübung wird ein totes Mädchen im stillgelegten Bergwerk gefunden und Muck soll den Fall übernehmen.
Die Tote im weißen Kleid ist die 16-jährige Tochter des Landtagsabgeordneten Alois Prantl. Da ihm die Gemeinde die Ermittlungen nicht zutraut, bekommt der unbedarfte Provinzpolizist Unterstützung von Chefinspektor Plöschberger aus Klagenfurt. Der setzt ihn mit seinen spitz formulierten Anweisungen unter Druck. Der schüchterne Muck wird durch die Ermittlungen in den eigenen Reihen bald für die Dorfgemeinschaft zum Verräter.
Jeder kennt jeden, und je weiter die Nachforschungen voranschreiten, desto mehr kommt der Postenkommandant in die Bredouille. Nachdem auch noch ein Sex-Tape aufgetaucht ist, droht die Lage zu eskalieren, denn auf dem Land sind die vermeintlich Schuldigen schnell ausgemacht und werden ohne Gericht auf eigene Faust bestraft.
Prochaskas bissiger Krimi inszeniert ein Bild von einer ländlichen Dorfgemeinschaft, deren Abgeschiedenheit nur allzu gut zu der visuellen Mystik des Films passt. Mit klar komponierten, ruhigen Bildern gleitet „Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist“ nicht in die Sparte des rustikalen Landkrimis ab, sondern betont das Wesentliche auf eine einfache, aber melancholische Art. Großartig gespielt von Gerhard Liebmann, wird der Postenkommandant Muck zu einer Figur von ungeahntem Format.
Hinweis
Regisseur Andreas Prochaska wurde für den Alpenwestern „Das finstere Tal“ (2014) mit dem Bayerischen Filmpreis Beste Regie ausgezeichnet. Der Film erhielt bei den Deutschen und den Österreichischen Filmpreisen jeweils acht Auszeichnungen. Anschließend führte Prochaska unter anderem bei den Serien „Das Boot“ (2018) und „Spuren des Bösen“ (2010-2021) Regie. Der charismatische Gerhard Liebmann spielte ebenfalls in „Das finstere Tal“ und „Spuren des Bösen“ sowie in verschiedenen Rollen im „Tatort“ (2013-2024).Audiodeskription, Produktion: Graf Film, ORF, ARTE
Personen
Schauspieler: Rolle | Hannes Muck Heinrich Plöschberger Hubert Muck Alois Prantl Barbara Prantl Susanne Kert Renate Prantl |
| Regie: | Andreas Prochaska |
| Drehbuch: | Stefan Hafner, Thomas Weingartner |
| Kostüme: | Christine Ludwig |
| Kamera: | Thomas Kiennast |
| Musik: | Stefan Bernheimer |
| Redaktion: | Klaus Lintschinger, Andreas Schreitmüller |