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György Ligeti, der Ende Mai 100 Jahre alt geworden wäre, schuf zeitlose Musik, die durch die Filme von Stanley Kubrick weltbekannt wurde und noch heute ein grosses Publikum begeistert. Der Film blickt zurück in sein von Träumen und Traumata geprägtes Leben und sein Finden der Freiheit in der Musik.
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György Ligetis Musik wühlt auf, verstört und fasziniert. Der österreichisch-ungarische Komponist schrieb seine Stücke nicht für ein Publikum, sondern folgte seinem unmittelbaren Interesse. Seine Werke gehören zu den schwierigsten, die je komponiert wurden, entsprechend versuchten sich nur wenige Musikerinnen und Musiker an ihnen. Trotzdem ist seine Musik durch ihre Eindringlichkeit auch einem breiteren Publikum zugänglich. Weltberühmt wurde er, als der Regisseur Stanley Kubrick Ligetis Musik in seinen Filmklassikern verwendete.
Im Film geben seine Witwe Vera Ligeti und sein Sohn Lukas einen tiefen Einblick in das Leben und die Geschichte des kompromisslosen Menschen Ligeti. Eine Geschichte, die oft mit Entbehrung und Überlebensglück verbunden war. Geboren in Siebenbürgen, floh er als junger Komponist nach Wien, überzeugt davon, dass sich seine Kunst nur in Freiheit entfalten kann. Der Pianist Dominic Harlan und sein Vater Jan Harlan, Schwager von Stanley Kubrick, berichten, wie Ligetis Musik ihren Weg in die Filme des Regisseurs fand. Der Organist Franz Danksagmüller zeigt die ungewöhnlichen Klänge, die Ligetis Komposition der Orgel entlockt. Und die Bratschistin Tabea Zimmermann, eine der wenigen, denen Ligeti ein Werk persönlich gewidmet hat, erzählt von den immensen Herausforderungen, ein solches Werk zu spielen.
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