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Leidenschaft, Liebe und Hochverrat, das alles setzte Giuseppe Verdi in dieser Auftragsoper für die Eröffnung des Suezkanal 1871 musikalisch in Szene. Aida, Tochter des äthiopischen Königs, muss als Sklavin am ägyptischen Hof leben. Sie ist unsterblich in Radames, dem Sohn des Pharao, verliebt. Als Ägypten von den feindlichen Äthiopiern überfallen wird, um Aida zu befreien, wird Radames zum Heeresführer bestimmt.
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Die Uraufführung von Giuseppe Verdis „Aida“ fand 1871 am Opernhaus in Kairo anlässlich der Eröffnung des Suezkanals statt. Schauplatz der Oper ist das antike Ägypten zur Zeit der Pharaonen. Giuseppe Verdi setzt den Pomp der ägyptischen Riten und Prozessionen musikalisch mit großen Chören in Szene. Zu den Triumphmärschen ertönen Trompeten und Trommeln, Loyalitäts- und Liebeskonflikte werden von Bläsern und Streichern untermalt, und im Hintergrund das Murmeln der Stimmen aus dem Isis-Tempel.
„Aida“ ist ein menschliches Drama über die unmögliche Entscheidung zwischen Liebe und patriotischer Pflicht: Aida, eine von den Ägyptern gefangene und versklavte äthiopische Prinzessin und Ramades, ein ägyptischer Feldherr, verraten aus Liebe ihre Völker. Es scheint für sie keinen Ausweg zu geben. Der Rivalität der verfeindeten Lager ausgeliefert und gefangen in einem unlösbaren Dilemma, geht das Liebespaar vereint in den Tod.
Das Bühnenwerk behandelt Themen, die für den Komponisten von Bedeutung waren: Sehnsucht nach dem verlorenen Vaterland, Erlösung durch den Tod, Gegensatz zwischen enttäuschender Wirklichkeit und idealisierter Wunschwelt und das Gewicht von Religion und Politik als normative Werte, welche das Individuum seiner Freiheit berauben. Eine gnadenlose Welt, die zur Falle wird. In seiner unermüdlichen Suche nach der menschlichen Wahrheit erreicht Verdi mit dieser Oper eine Reife und einen Tiefgang, die den inneren Konflikten von Aida, Radames und Amonasro seltene Aufrichtigkeit verleihen, sublimiert durch bewegende Melodien und Arien.
Hinweis
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Christof Hetzer
Puppen/Marionetten: Mervyn Millar
Komponist und Autor: Giuseppe Verdi
Die Besetzung dieser Aufführung der Pariser Oper könnte kaum hochkarätiger sein, mit Sondra Radvanovsky in der Titelrolle sowie unter anderem Jonas Kaufmann und Ludovic Tézier.
Diese Aufführung vereint Weltstars: Sondra Radvanovsky in der Titelrolle, Ksenia Dudnikova als Amneris, Jonas Kaufmann als Radames und Ludovic Tézier als Amonasro.
Die musikalische Leitung des Orchesters der Pariser Oper hat Michele Mariotti. Für die Bühnenregie ist Lotte de Beer verantwortlich. Die Holländerin entschied sich bei ihrem Debüt an der Pariser Nationaloper für einen kritischen Blick auf europäische Darstellungen unterworfener Völker und regt den Zuschauer dazu an, sich mit der Ästhetik früherer und gegenwärtiger Produktionen und Aufführungen auseinanderzusetzen.Online verfügbar von 28/05 bis 17/08
Personen
Schauspieler: Rolle | Amonasro Amneris Aida Radames Ramfis König Bote Oberpriesterin |
| Regie: | François-René Martin |
| Kostüme: | Jorine van Beek |
| Inszenierung: | Lotte de Beer |
| Dirigent: | Michele Mariotti |