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Die alleinerziehende Melli und ihr neunjähriger Sohn Ben verlieren ihre Wohnung. Sozialwohnungen gibt es gerade nicht, das Obdachlosenheim ist ein Alptraum für Mutter und Kind. Also ziehen sie mit Zelt und Koffer in den Wald. Sie kampieren abgelegen von allen Wegen, damit niemand sie entdeckt. Für Ben ist das Leben im Wald zunächst ein echtes Abenteuer, für Melli ist es eine absolute Notlösung, sie sucht mit allen Kräften nach einer neuen Wohnung und verzweifelt immer mehr an der Bürokratie. Niemand darf wissen, dass sie obdachlos sind, da Melli große Angst hat, dass man ihr Ben wegnimmt.
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Details
Melli hatte die Miete einbehalten, wegen Schimmel in der Wohnung. Statt Abhilfe kam die fristlose Kündigung. Melli und ihr neunjähriger Sohn Ben sind plötzlich obdachlos, denn schnell eine bezahlbare Wohnung zu finden erweist sich als unmöglich. Also ziehen die beiden mit Zelt und Koffer in den Wald und bauen sich, damit niemand sie entdecken kann, ein notdürftig eingerichtetes Lager weit weg von allen Wegen. Ben findet das Leben im Wald eigentlich ganz aufregend und abenteuerlich, aber Melli setzt alles daran, so schnell wie möglich wieder eine Wohnung zu finden. Das Leben unter diesen extremen Bedingungen bringt die beiden noch enger zusammen, denn niemand darf von ihrer Obdachlosigkeit erfahren, das schärft Melli ihrem Sohn wieder und wieder ein. Sie macht sich große Sorgen, dass man ihr den Jungen wegnimmt.
Tag für Tag und mit unglaublicher Energie arbeitet Melli daran, einen Weg aus ihrer Misere zu finden. Sie hat Hoffnung, dass sich ihre Lage bald bessert, denn sie hat eine Ausbildung als Flugbegleiterin mit Erfolg abgeschlossen und kann in wenigen Tagen ihre neue Stelle antreten. Doch als die Wohnungssuche für sie aussichtslos und demütigend wird, als ihr das Jugendamt im Nacken sitzt und ihr Arbeitgeber zusätzlich Druck macht, ist Melli heillos überfordert.
Was sie mit aller Gewalt verhindern wollte, kann sie nicht länger aufhalten: Zum Wohl ihres Kindes muss sie eine schwerwiegende Entscheidung treffen ...
Hinweis
„Sterne über uns“ ist ein packendes Drama über existenzielle Nöte und den Kampf gegen den sozialen Abstieg. Das Spielfilmdebüt der Regisseurin Christina Ebelt wurde 2019 auf dem Filmfest München uraufgeführt. In der Hauptrolle überzeugt die Schauspielerin Franziska Hartmann („Der Anfang von etwas“, 2019; „Über Barbarossaplatz“, 2016) als sture und zunehmend verzweifelte Mutter Melli. Für ihre darstellerische Leistung wurde sie 2020 in der Kategorie Beste weibliche Hauptrolle von der Deutschen Akademie für Fernsehen ausgezeichnet. Im Umfeld der Berlinale 2020 erhielt Regisseurin Christina Ebelt den Förderpreis der Clubs Berlin und Potsdam der Frauenvereinigung Soroptimist International.Produktion: 2Pilots Filmproduction, ZDF/Das kleine Fernsehspiel, ARTE, Online verfügbar von 28/03 bis 28/04
Personen
Schauspieler: Rolle | Melli Ben Martin Lauenstein Anita Frau Gerster |
| Regie: | Christina Ebelt |
| Drehbuch: | Christina Ebelt, Franziska Krentzien |
| Kostüme: | Eugenia Giesbrecht |
| Kamera: | Bernhard Keller |
| Musik: | Benjamin Drees, Jakob Ilja |
| Redaktion: | Lucas Schmidt, Claudia Tronnier, Doris Hepp |