Frischer Wind

Deutschland, 2011
TV-Drama
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • 20230208123000
VPS 00:00

Übersicht

Der Tod seiner Frau hat den Handschuhfabrikanten Kurt Tobaben aus der Bahn geworfen. Alleine reist er an den Ort, an dem er mit ihr glückliche Stunden verbrachte: Travemünde. Dort lernt Kurt die sympathische Serviererin Luzy kennen. Sie ist jünger als er, doch in ihrer Anwesenheit gewinnt Kurt langsam seine Lebensfreude zurück.

Themen

    Details

    Ein halbes Jahr ist es jetzt her, seit seine geliebte Frau starb, und noch immer kann Kurt Tobaben den Verlust nicht überwinden. Der wohlhabende Handschuhfabrikant aus Hamburg vernachlässigt seine Firma, verschanzt sich in seiner Villa und trauert der Vergangenheit nach. Erst ein Ausflug nach Travemünde bringt den verzweifelten Witwer auf andere Gedanken: In einer Hotelbar lernt er Luzy Ditten kennen, die dort als Serviererin arbeitet und ihn mit ihrer offenen, verständnisvollen Art sofort in ihren Bann zieht. Fortan trifft er sich öfter mit der deutlich jüngeren Frau; bald entsteht eine zärtliche Annäherung zwischen Luzy, der quirligen Blondine mit einer Vorliebe für die Farbe Pink, und dem in seinem Leid gefangenen Kurt, einem soliden Unternehmer in reifem Mannesalter. Als er beschließt, sie als „persönliche Gesellschafterin“ zu engagieren und mit nach Hamburg zu nehmen, fühlt sich sein Umfeld vor den Kopf gestoßen. In gesellschaftlichen Kreisen wird getuschelt, während Kurts Angehörige, allen voran Tochter Karin , der neuen Frau an Vaters Seite äußerst kritisch begegnen. Überhaupt steht es mit dem verwandtschaftlichen Zusammenhalt nicht zum Besten: Die Arbeit bei der städtischen Kunststiftung zehrt an Karins Nerven, und als sie eine Ausstellung für die befreundete Künstlerin Ruth Brede organisieren will, springen ihr die Sponsoren ab - nicht gerade der beste Zeitpunkt für familiäre Konflikte. Kurts Sohn Kai plagt derweil das Gewissen: Jahrelang verschwieg er seinem Vater, der ihn finanziell unterstützte, dass er sich statt für die ihm auferlegte Firmenübernahme lieber für eine Karriere als Koch entschieden hat. Als schließlich die Karten auf den Tisch gelegt werden, entwickeln sich die Dinge anders als gedacht, und alle Beteiligten sind gezwungen, ihre ganz eigenen Entscheidungen für eine glücklichere Zukunft zu treffen.

    Hinweis

    Der Titel könnte nicht besser gewählt sein: Ein „Frischer Wind“ weht oft durch diese einfühlsam entwickelte Geschichte, bei der sich das Motiv der Rückkehr ins Leben nach dramatischem Beginn langsam zu einer heiter-melancholischen, hoffnungsvollen Schilderung über persönliche Neuanfänge entwickelt. In der sensiblen Inszenierung von Regisseurin Imogen Kimmel gewinnen die Figuren zunehmend an Tiefe, offenbaren ihre Stärken und Schwächen auf nachvollziehbare Weise, was nicht zuletzt dem Darstellerensemble zu verdanken ist: Günther Maria Halmer verkörpert auf seine unnachahmlich besonnene Art den trauernden Witwer, der zugleich stolzer Patriarch und romantischer Galan sein will, Teresa Weißbach weiß als lebensbejahende Muse Luzy zu überzeugen. In starken Nebenrollen glänzen auch Floriane Daniel als überforderte Tochter Karin und die unvergleichliche Ingeborg Westphal, deren vom Schicksal gegerbte Künstlerin Ruth einen ganz eigenen Zauber verströmt.

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Kurt Tobaben
    Luzy Ditten
    Karin Kracht
    Ruth Brede
    Viktor Kracht
    Kai Tobaben
    Sophie Kracht
    Dorothea Finke
    Alexander Lutz
    Karl Dormagen
    Bea
    Dr. Grote
    Regie:Imogen Kimmel
    Drehbuch:Gabriele Kreis
    Kamera:Guntram Franke
    Musik:Eike Hosenfeld, Moritz Denis
    TVinfo
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