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Ski, Surfboards, Sportbekleidung oder auch Mountainbikes - allzu oft bestehen sie aus umweltschädlichen Materialien. Wie kann die Sportindustrie grüner werden?Immer mehr Menschen zieht es in die Natur, der Outdoortrend ist ungebrochen. Häufig hat diese Entwicklung aber negative Auswirkungen auf uns und unsere Umwelt. Höchste Zeit, die Sportbranche nachhaltiger zu machen, ohne auf Spaß verzichten zu müssen.In Belgien arbeitet Jasper Struelens an einem umweltfreundlicheren Wintersport. „Irgendwann ist mir klar geworden: Überall, wo ich Ski fahre, hinterlasse ich eine Spur“, eine Spur aus Mikroplastik und Wachs. Noch dazu sind die Bretter aus herkömmlichen Materialien nicht wiederverwendbar. Das will Struelens ändern und entwickelt einen Alpinski aus Holz und Edelstahl, der ohne Klebstoff und Wachs auskommt.Auf der grünen Welle ist Adrian Kuschke schon länger unterwegs. Der passionierte Surfer möchte die Surfindustrie klimafreundlich umkrempeln. Er arbeitet an Boards aus Agavenholz, einem nachwachsenden Rohstoff, denn er „will eine Alternative bieten, zu herkömmlichen Kunststoffboards und die Welt ein wenig besser machen“. Seine Boards sind langlebiger als Schaumstoffbretter, ihr Kern zu 95 Prozent recyclebar.Nachhaltige Laufkleidung, darum geht es dem Hamburger Steffen Otten. Gemeinsam mit einem Freund entwickelt er Sporttextilien, die aus Biobaumwolle oder anderen biologisch abbaubaren Stoffen bestehen. Am Ende ihrer Lebenszeit werden die alten Shirts nicht weggeworfen, sondern zu neuem Garn recycelt - das Material bleibt im Kreislauf. Steffen Otten ist überzeugt, „dass es möglich ist, Sportkleidung auch aus umweltgesunden Materialien herzustellen. Auch wenn die Sportindustrie uns etwas anderes erzählen will.“Mountainbiken ist ein beliebter Sport, der als naturnah gilt. Doch der Abrieb der Reifen beeinträchtigt die Umwelt. Wissenschaftler der Universität Bayreuth forschen deshalb daran, den Plastikabrieb der Reifen zu verringern. „Mit dem Mountainbike ist man mitten in der Natur. Deswegen ist es mir wichtig, mit meiner Arbeit mehr darüber herauszufinden. Schließlich will ich ja mit meinem Sport nicht der Natur schaden!“, so der Sportökologe Fabian Sommer. Das Interesse eines großen Reifenherstellers haben die Forscher bereits geweckt.Die Reportage-Reihe „Unguilty Pleasure“ zeigt Möglichkeiten, wie sich das Leben in unterschiedlichen Bereichen unbeschwert genießen lässt - ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
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